Das große Interview: Philipp Zitzmann
In der herausfordernsten Zeit nutzt die Familie Zitzmann die Gelegenheit und investiert in die Zukunft. Entstanden ist ein SchauRaum der Zukunft und ein neuer Baufachmarkt. Beides am Standort Cham. Wir trafen Philipp Zitzmann zum großen Jahresgepsräch.


Wir investieren für unsere Kunden und unsere Partner.
Philipp Zitzmann
In der herausfordernsten Zeit nutzt die Familie Zitzmann die Gelegenheit und investiert in die Zukunft. Entstanden ist ein SchauRaum der Zukunft und ein neuer Baufachmarkt. Beides am Standort Cham. Wir trafen Philipp Zitzmann zum großen Jahresgepsräch.
HALLO PHILIPP, DAS LETZTE ZITZMAG WAR 2020. SEIT DEM IST VIEL PASSIERT. DIE KRISENSITUATION SPITZTE SICH ZU UND ZEITGLEICH BEGANNEN DIE UMBAUTEN AM STANDORT IN CHAM. WIE ERGING ES DIR SEITHER?
PZ: Rückblickend kann man das natürlich gut einordnen. Hättest du mir diese Frage im Dezember oder Januar gestellt, wäre meine Antwort wohl anders ausgefallen. Aber versuchen wir es doch einfach einmal: Wir haben bereits im Frühjahr 2020 mit den Planungen für den Umbau begonnen und wollten unseren Standort in Cham für die Zukunft fitter machen. Nach dem ersten Lockdown und einem relativ normalen Sommer war uns aber im Herbst schnell klar, dass herausfordernde Zeiten bevorstehen. Der erste Lockdown-Light, die Schließungen über die Weihnachtstage und bis heute ein stetiges Auf und Ab sind nicht gerade die Zeiten, die man sich für seine Mitarbeiter:innen und seine Kund:innen wünscht. Wir haben dennoch an unserem Plan festgehalten und sind natürlich sehr glücklich mit unserem neuen SchauRaum und dem neuen Baufachmarkt. Aber sei dir sicher, die ein oder andere schlaflose Nacht liegt hinter mir und sicherlich auch hinter so manchen Kolleginnen und Kollegen.

WAS HAT SICH DENN IM NEUEN SCHAURAUM ALLES GETAN?
PZ: Über allem stand die Idee, einen Wohlfühlraum mit regionalem Bezug zu gestalten und den Kunden ein Umfeld zu schaffen, in dem sie ihre Wohnträume realisieren können. Wir erleben ja gerade den Homing-Trend und die Fokussierung auf das eigene Zuhause. Es geht mehr denn je um Lebensqualität und eine fachliche und persönliche Beratung. Das haben wir geschafft. Zudem haben wir stark in die digitale Ausstellung investiert und natürlich auf viele Details geachtet.
DIE DIGITALISIERUNG HÄLT ALSO EINZUG IN DEN NEUEN SCHAURAUM?
PZ: Absolut! Aber eben nicht nur als digitales Tool, eher als verlängerter Arm für unsere Kund:innen und Fachberater. Das haptische Erlebnis kann man nicht digital ersetzen. Es muss ein Gesamterlebnis sein. Dort, wo wir digital einen Mehrwert bieten können, wollen wir ihn künftig auch bieten. Es geht hier, um konkret zu werden, zum Beispiel um den Zitzmann-Raumkonfigurator, in dem Kund:innen ihre eigenen Räume hochladen und individualisieren können. Egal, ob mit neuen Böden, Wandfarben oder Türelementen - der Kunde kann sich einfach und unkompliziert neue Ideen suchen. Wir merken jetzt schon, zumindest wo wir unseren SchauRaum öffnen durften, dass Menschen ihn dankbar annehmen. Der eine Besucher ist digitaler, der andere will sich eher mit dem Fachberater unterhalten und austauschen. Für alle Wünsche wollen wir ein angenehmes Erlebnis schaffen, dass durch Inspiration, Fachkompetenz und Service punktet.
WIE SIEHST DU DENN FÜR DICH PERSÖNLICH DEN HOMING-TREND? EIN TREND DER BLEIBT?
PZ: Ich glaube, dass wir vor allem in unserer ländlichen Region schon immer viel Wert auf ein schönes Zuhause gelegt haben. Viele haben oder planen Eigenheime. Diese waren schon immer der Mittelpunkt der Familien. Dieser Trend verstärkt sich dahingehend, dass wir jetzt Zeit haben, dieses Zuhause noch schöner zu gestalten, um es oftmals auch wieder bewusster zu genießen. Die einen renovieren ihre Räume, gönnen sich ein neues Bad oder erfinden sich als Gartenmacher völlig neu. Jeder hat andere Schwerpunkte, aber der Trend, dass wir wieder mehr Zeit ins eigene Heim investieren, ist definitiv da. Vor allem bei jungen Familien sehen wir diese starke Verwurzelung in der Heimat mit dem Wunsch, sich eine eigene kleine Welt zu schaffen. Von der Hofeinfahrt bis hin zum Garten. Die Menschen werden kreativer und investieren in die Zukunft der eigenen vier Wände. Was gibt es schöneres?

WIE GEHST DU MIT DER SITUATION UM? WIE BLEIBT MAN OPTIMISTISCH?
PZ: Ich glaube, bei vielen ist der Optimismus bereits verflogen. Wir sehen jetzt schon die nächsten Herausforderungen auf uns zukommen. Ich sag nur Baumaterialpreise, die gerade in die Höhe schnellen. Ich persönlich habe versucht, mich mit der klaren Fokussierung auf unsere Aufgaben von Tag zu Tag zu beschäftigen und daraus die notwendige Kraft zu schöpfen. Das ist mal mehr mal weniger gelungen. Aber ich hoffe jetzt sehr auf eine starke Impfkampagne und, dass wir in den nächsten Wochen etwas mehr Normalität bekommen
LASS UNS GERNE EINMAL AUF DIE GROSSEN MEILENSTEINE DER LETZTEN WOCHEN BLICKEN. IHR HABT DEN SCHAURAUM UND DEN BAUFACHMARKT UMGEBAUT. WAS WAR AUSSCHLAGGEBEND?
PZ: Unser SchauRaum war sehr in die Jahre gekommen. Natürlich waren unsere Produkte und Services im 20. Jahrhundert angekommen, aber eben nicht der gesamte SchauRaum. Dazu waren die Platzverhältnisse für alle schon sehr eingeengt, so dass wir, wie schon angesprochen, 2020 mit dem neuen SchauRaum in die Planungen eingestiegen sind. Und weil wir auch unseren Baufachmarkt weiterentwickeln wollten, ging das dann in einem Planungs- und Realisierungsvorgang. Dazu haben nicht nur unsere Partner einen tollen Beitrag geleistet, sondern auch unsere gesamte Zitzmannschaft. Die Teams haben mitgesprochen, mitgeplant und dann natürlich ordentlich mit angepackt. Dafür möchte ich mich herzlichst bei allen bedanken. Es hat gezeigt, wozu unsere Mannschaft in der Lage ist. Und nun freuen wir uns auf zwei neue Highlights in Cham: Einmal der neue Schauraum, den wir komplett umgestaltet haben, und einmal der Baufachmarkt, der für Profis keine Wünsche offen lässt. Dazu konnten wir neue Highlights für unsere Kund:innen realisieren, wie unseren Türenwald oder unser neues „Hörmann Tor- und Türcenter by Zitzmann“. Es ist einfach toll geworden.
UND WAS SICHERLICH FEHLTE, WAR EINE ORDENTLICHE ERÖFFNUNGSFEIER?
PZ: Natürlich! Wie gerne hätten wir mit der gesamten Familie, unserer Mannschaft und unseren Kund:innen aus dem privaten und gewerblichen Bereich diesen Meilenstein ordentlich gefeiert. Aber wir werden das zu gegebener Zeit mit einem großen Sommerfest sicherlich nacholen.

IST DER NEUE SCHAURAUM DAMIT FIT FÜR DIE ZUKUNFT?
PZ: Er ist fit für die gewünschten Angebote für unserer Besucher. Der SchauRaum ist so geplant, dass er sich von nun an fortlaufend weiterentwickeln kann. Wir bleiben also nicht stehen und denken bereits jetzt ein paar Jahre voraus.

Der Homing-Trend bringt viele Familienprojekte bei den Menschen hervor.
Philipp Zitzmann
VIELLEICHT NOCH DAS SELBER ANPACKEN? STICHWORT BAUFACHMARKT?
PZ: OK, gelungener Übergang. Muss ich dir lassen. Das geht im Einklang. Die Menschen packen durch die neuen Ideen und eigenen Aufgaben zu Hause auch wieder deutlich mehr selber an. „Do it yourself“ ist auf einem Höhepunkt, aber auf einem anderen Niveau. Es geht um ein hochwertiges Umsetzen der eigenen Ideen und Wünsche. Dazu merken wir aber auch, dass jeder Trend einen Gegentrend hervorruft. Nie waren Handwerk-Profis gefragter als heute. Für diese Profis haben wir den Baufachmarkt komplett neu in Szene gesetzt. Das war alles ein Gemeinschaftswerk. Darauf bin ich sehr stolz. Und jetzt machen wir uns an die Aufgaben, die vor uns liegen.
Vielen Dank für deine Zeit Philipp.